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2007-Projekt: Mein eigener Comic!

gefördert von der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin

Durchführung eines Comicworkshops mit Schulkindern. Angesprochen werden dabei Jungen und Mädchen zwischen 7 Jahren und 11 Jahren.
Bei den Kindern ist das Interesse an Comics von der ersten bis zur vierten Klasse sehr groß. Da durch den anhaltenden Manga-Boom auch viele Mädchen Comics lesen, wollen auch viele Comics zeichnen.

Wochenendkurs am 23./24.3.2007

 

 

zum Zeitplan
 
Der Kursleiter führt dabei die teilnehmenden Jungen und Mädchen spielerisch an die Comicsprache heran. Das bedeutet zum einen die Erfahrung erzählerischer Stringenz, die Ausarbeitung von Charakteren, das Bilderfinden durch Selbstbeobachtung und die bewußte Abkehr vom einfachen Kopieren der Vorbilder.

Zum Anderen üben die Kinder soziale Kompetenzen wie Umgang mit Kritik, Zusammenarbeit und Toleranz. Selbst schreibschwache Kinder schreiben die Titelschriften und die Texte ihrer Sprechblasen selber. Kinder mit Sprach- und Kommunikationsschwierigkeiten können so sich Erfolgserlebnisse verschaffen.

Ein Comiczeichennachmittag besteht aus mehreren Teilen:

Nach der Begrüßung gibt es zunächst eine Übung (10-15 min), in der die Kinder Lösungswege für darstellerische und inhaltliche Probleme kennenlernen. Meist zeichnen sie zwei oder drei ähnliche Versionen eines Sachverhaltes. (z.B. Gegenüberstellung Kälte – Wärme oder Geiz - Freigiebigkeit)
Die Ergebnisse werden kurz diskutiert, meist kommen die Kinder dabei auf mehrere interessante und richtige Ansätze.
Der Hauptteil ist der fortlaufenden Arbeit an den individuellen Comic-Stories gewidmet.
Dabei absolvieren die Kinder Schritt für Schritt die einzelnen Stufen der Entwicklung einer Comicstory. Zuerst sollen sie sich eine Figur ausdenken, sie zeichnen, ihr einen Namen geben. Als nächstes bekommt die Figur Charaktereigenschaften, Vorlieben, Freunde, familiäre Verhältnisse, Alter und Beruf. Bei diesem Schritt bemerken die Kinder meist selber, ob das Aussehen der Figur sich mit den angegebenen Charaktereigenschaften deckt und korrigieren. Eine Rundumansicht (Turnaround) wie auch in der Trickfilmindustrie üblich, beendet diesen Schritt.
Die Story selber ist der nächste Schritt. Dabei benennen die Kinder Thema und Grundkonstellation und bringen ihre Figuren in die dazugehörige Welt.
Im Storyboard planen sie den Lauf der Story über die Seiten und lernen etwas über Leserichtung, Gestaltung und Dynamik. Dann werden an der ganzen Story eigentlich gleichmässig immer detaillierter die Panels durchgearbeitet, bis eine Story fertig ist.
Als Ergebnis enststeht ein „richtiges“ Comicheft. Die Kinder müssen selber die einzelnen Schritte zur Herstellung durchlaufen, von Zusammenstellen und Planen der Seiten, über die Anfertigung eines Dummy bis hin zu formatgerechter Kopiervorlagenherstellung. Auch das Kopieren der Heftseiten, Zusammentragen, Falzen und Binden wird von den Teilnehmern durchgeführt.
So hat jedes Kind ein selbst hergestelltes Heft in der Hand. Diese Hefte als Höhepunkt gibt es innerhalb des Kurses ca. dreimal, um die Motivation zu erhalten. Das erste Heft wird nach 4-5 Terminen zusammengestellt, weitere folgen in entsprechenden Abständen.

Frühere Workshops haben gezeigt, dass die Kinder mit sehr viel Freude und Ehrgeiz ans Werk gehen und mit der Zeit ihre darstellerischen und erzählerischen Fähigkeiten verbessern. Da die meisten in den Grundzügen mit dem Medium Comic vertraut sind, können sie schnell die Problemstellungen, Aufgaben und Zusammenhänge begreifen und müssen sich nicht lange mit einführenden Gedanken beschäftigen.

Kursleiter Peter Lorenz M.A. :
Gerne hätte ich selber als Kind einen Comiczeichenkurs besucht, aber damals wie heute sind Angebote in diesem populäre Medium selten.
Der Kurs „Mein eigener Comic“ unterscheidet sich von anderen ähnlichen Angeboten durch konsequente Konzentration auf die erzählerischen Aspekte, das heißt „Stil“ und „Zeichnenkönnen“ sind da erst mal zweitrangig. Kinder die „nicht zeichnen können“ gibt es in dieser Hinsicht nicht.

Wenn am Ende von allen Teilnehmern Comicseiten in Heftform vorliegen, die Kinder stolz auf ihr Werk sind und selber in der Lage sind, weiter sich in diesem Medium auszudrücken, ist das ein schöner Erfolg. Die Hefte und eine Dokumentation des Projektes zeigen die Erfolge nachvollziehbar.
Bei weiterer Nachfrage für die nächsten Jahre ist eine Fortführung denkbar. Unterstützer und Partner werden wir im des laufenden Schuljahr suchen und finden.
 
   
Zeitplan:
Projektbeginn 1.10.06 Aquise
Kurse beginnen nach den Herbstferien Anfang November, noch ca.30 Kurswochen
Ein Wochenendseminar vor den Frühlingsferien
Dezember: erstes Heft
Ende Januar: Abschlussheft der Gruppe Comicbibliothek
Februar zweites Heft
April/Mai drittes Heft
Mai: Partnersuche, Planung der Fortführung
Juni: Abschlussheft, Präsentation, Dokumentation
 
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